Swakopmund die Zweite!

28.04. Felix und Luisa beenden ihren Urlaub und fliegen heim. Wir machen uns daran weiter nach Westen, nochmals nach Schwakopmund zu fahren, an den Atlantik. 

Zwischenpause nehmen wir uns vor. Wir mieten uns sechs Tage in eine Suite ein.  Gehen shoppen und bummeln.  Auch der Camper wird wieder mal gewaschen und entstaubt. Anne freundet sich mit einem Linoldruckkünstler an. Uns tut die Langeweile sehr gut. Die Tour mit Felix und Luisa war doch zügig und für uns Rentner tut's halbe Geschwindigkeit. 

 

 

Windhoek bietet leider nicht sehr viel. Die sehr bekannte Christuskirche ist bedauerlicherweise verschlossen. Wir angagieren uns eine deutschsprachige Stadtführung. Alexandra lebt hier schon seit Jahrzehnten und fährt uns zu den wenigen interessanten Sehenwürdigkeiten und zuletzt durch die Armenviertel der Stadt. Windhoek liegt etwa 1600m hoch. 

25.04. Windhoek

Wir machen uns auf den Weg nach Windhoek, Felix und Luisa brauchen vor dem Rückflug einen Covid PCR Test, Den Camper müssen wir auch zurück geben. Die Reise mit den Beiden neigt sich dem Ende.  Wir verbringen noch einen kurzen Zwischenstop am Gross Barmer, einer Terme. Wie so oft fast allein!

Das Grab des Gustav Erhardt ist rein zufällig, nicht mit mir verwandt oder verschwägert.  Die Bäume sind wie alte Menschen. die Einen sind wirr und konfus, die Anderen sind klar und voller Kontrast. 

22.04. Am Waterberg Plateau NP

Insgesamt leben dort 4500 Krokodile jeden Alters. Gegessen werden sie im Alter von 3-4 Jahren. Die Verarbeitung zu Leder ebenso. Jährlich schlüpfen 1800 Tiere die im Brutkasten großgezogen werden. 

Anfassen kann man die Jungtiere bis zum Alter von 3 Monaten, danach ist es nicht mehr sehr ratsam. Die Eier haben zwei Schalen.

Wer wusste, dass Krokodile nur einmal wöchentlich gefüttert werden? Und Mai, Juni, Juli gar kein Futter erhalten? Ich wusste es nicht!!

 

Die Krokodilfarm in Otjiwarongo

Wir verlassen den Etosha Park ohne einen Leoparden und ein Nashorn gesehen zu haben. Wir fahren nach Otjiwarogo um die Vorräte aufzufüllen und Krokodile in einer Krokfarm zu besichtigen. ausserdem wollte Felix unbedingt ausprobieren wie Krokodilfleisch schmeckt. Anschließend fahren wir gleich weiter in den Waterberg Plateau NP. Der Waterberg war das GEbiet als 1904 die entscheidende Schlacht der Hereros und der Deutschen Schutztruppen stattfand. Man sagt, dass die Schlacht zunächst beiden den Eindruck vermittelt habe, dass sie verloren hätten. Jedoch stellte sich heraus, als die Hereros sich zurückzogen, dass die deutschen Soldaten überrascht waren und gleich den Sieg für sich in Anspruch nahmen.

Wir finden einen Wegweiser zu einem alten Friedhof, der aber heute noch von der Kriegsgräberfürsorge betreut wird. ----Ein Mahnmal ---

 

Wir fahren auf das Plateau, das nur mit Genehmigung und Guide betreten werden darf. Tags darauf gehen wir nochmals auf einem Hiking Track allein hinauf. Eine schöne Tour bei bestem Wetter. 

 

Von

 

 

Inzwischen sind wir auf dem Weg zum Waterplateauberg. Wir haben den Etosha Nationalpark verlassen und hoffen nun dort auf ein Rhino zu stossen. 

 

Den haben wir gesehen. Er zählt zu den seltenen Albinoelefanten.

Wir beobachten einen Geparden der sich an einen Springbock heranpirscht. Ganz still, plötzlich beginnt er anzuschleichen, dann braucht es nur wenige sekunden, nur 5 Sekunden, und er startet los und erlegt das Tier. Kaum genügend Zeit das zu filmen. Seht selbst!

In Kamanjab haben wir alle Vorräte aufgefüllt und sind wir nun endlich für die nächsten Tage im Etosha Nationalpark. Jetzt treffen wir auf die vielen Tiere und hoffen besonderes zu erleben und zu sehen.  

17.04. Etosha Nationalpark

Wir haben unseren nördlichsten Punkt erreicht. Zurück über den health fence, der den District mit der Desinfektion gegen Maul und Klauenseuche abriegelt, weiter nach Kamanjab zur Cheethafarm

Der Ort Fort Sesfontaine - ehemals Kontrollstützpunkt gegen Rinderpest, Wilderei und Waffenschmuggel. Deutsch-Südwestafrika. Heute nationales Denkmal

Eine Hererofrau in ihrer typischen Kleidung. 

Sesfontaine und Begegnung mit Himba - das wirkliche Leben dieser Menschen - kein live Museum!

Wir fahren weiter nach Twyfelfontain. Das Wort ist eigentlich international. Twyfel - heisst Zweifel! fontain ist die Quelle: somit heißt das Wort Zweifelquelle und es hat folendes auf sich.

Nach dem Krieg 1946 kam der Deutschjude David Lavin. Er folgte einem Elefantenpfad zu eienr Quelle. Dort lies er sich nieder um eine Farm aufzubauen. Neben Himbas und Hereros. Er zweifelte aber zeit seines Lebens, dass die Quelle seiner Farm reichen werde. Und er verlies die Regiuon nach Jahren, aber der Name Twyfelfontain blieb für immer. Das Gebiet ist heute für seine Felsmalerei bekannt. in der Vergangneheit war das Felsplateau wohl ein Versammlungs und Begegnungsritualbereich der Ureinwohner. Mit ihren Malereien hinterliesen sie information gleich einer Zeitung. 

Tweyfelfontain tiefer hinein ins Kaokoveld näher zu den Himbas

Wir verlassen das Ugab-Camp umfahren den Brandberg und übernachten an einer der schönsten Campsites und Lodges die wir auf der Reise bisher gesehen haben. Nach den vielen Steinen und Staub eine Labsaal für die Seele, wie es Silvia meinte. Wir sind jetzt auf dem Weg zu Tweyfelfontein im Himbaland bzw. Kaokoveld.

tiefer hinein ins Damaraland und Kaokoveld

An den Bergen lassen sich gut die Erdschichten und die Verformung der Erdkruste zur Zeit der Entstehung erkennen. Am Ende unserer Tagesreise erreichen wir das Ugab Camp. Es ist ein offenes Camp, von dem die Einheimischen sagen ,dass auch dort Löwen und Elefanten durchziehen. Zum Schutz nur Schilfzäune. romantische Duschplätze aber auch Skorpione wie ihr seht. Wir bleiben nur eine Nacht. Anschließend umfahren wir den Brandberg großräumig auf gravelroads auf dem Weg zu Twyfelfontain. Darüber im nächsten Artikel.

Ugab Camp - geschafft!

Mit der Drohne übers Flussbett

Ein Tag nach unserer Fahrt zum Flusstal über den Passe wurde ein älterer Offroadfahrer beim Verlassen seines Fahrzeugs von einem halb verhungerten Löwen angefallen. Es zeigt, dass hier die Tier keine Nahrung mehr finden. Der Regen blieb hier aus und es lebt keine Beute mehr, ausser gelegentliche Touristen in dieser Region. Die Regierung will die Löwen umsiedeln. 

 

Von der Ferne sieht man das Flussbett des Ugab.

Wir fahren die Küste hoch zu Hertie Bay. Dort fragen wir im Touristinfo nach dem Zustand der Wege. Ich erläutere genau auf der Karte wie wir fahren wollen. Kein Problem sagt der Damara vom Info. Die Gravelroad bis zu den Bergen sei ganz hervorragend, vielleicht drei Stunden Fahrt, dann in den Bergen 75 km auch nochmals über die Pässe 3 Stunden. Wir kommen heute noch nach Twyelfontain. ----Von wegen! Die Pässe sind fasst unpassierbar. Zwei Tage,  zum Teil durch das Flusstal des Ugab river. Zusätzliche Treibstoffreserven sind notwendig, die Auskunft war total falsch. Aber das wussten wir zunächst nicht.

Die Fahrt durch die Steinwüste war wie immer trist, wie schon zu erwaren war. Dann kam der Aufstieg durch eine alte Mine und der Weg wurde immer schlechter bis er in einem Art Schottfeld endete und wir lernen mussten, dass man mit einem Allrad auch durch Geröllhalden und über Felsen fahren kann. Eine extreme Materialbelastung, auch wenn die Videos das zum Teil garnicht so wiedergeben. Jetzt versehe ich auch, warum die Namibian Wilderness Gesellschaft verlangt, dass im Damaraland um den Brandberg und im Kakaoveld immer mehrere Fahrzeuge zusammen fahren muessen. 

 

FAZIT. Wir erreichen nach Stunden und Mühen und immer in Sorge, dass wir unsere Reifen ruinieren, das Flussbett des UGAB. Wir sind uns darüber im klaren, dass uns der Treibstoff nicht reichen wird. Wir müssen abbrechen. Zurück wollen wir nicht. Nicht noch einmal die Geröllstrecke. Die Reifenspuren im Sand des Flusses sagen uns, dass es eine Weg zurück durch das Flusstal geben muss. Wir drehen um. Vielleicht haben wir großes Glück. Am nächsten Tag wird ein Offroadfahrer wenig weiter beim Einstieg in den Divorcepass, am Ende des Flussbettes von einem hungrigen Löwen angefallen und schwer veletzt. Lest dazu den Zeitungsartikel den ich mit einstelle. Auch wenn Menschen eigentliche nicht zum Beuteschema eines Löwen gehören, sind die Tiere hier komplett ausgehungert, da es nichts mehr zum Fressen gibt.  Die Löwen sollen umgesiedelt werden. Die Tour war uns eine große Lehre. Wir werden uns zukünftig nicht mehr auf die Aussage nur einer Person verlassen. 

 

So, ab jetzt geht es erstmal an's Eingemachte. Wir verlassen die Gravelroad und fahren auf offroadtracks über die Berge. Gleich vorweg, nicht nachzuahmen! Hätte komplett schiefgehen können. Sowas fährt man nur im Konvoi, wenn überhaupt! Schau es euch an! Felix war mit der DJI Kamera dabei! Auch die Drohne kam zum Einsatz.

Diese obigen kakteenartigen Gewächse heißen - Welwitschea  -und kann hunderte von Jahren alt werden. Es gibt angeblich auch welche die schon 2000 Jahre erreicht haben. Die Wurzel ist hölzern und bis zu einem Meter und hat Jahresringe. Die Pflanze kann über acht mehr in die Breite wachsen und mehrer Jahre ohne Wasser machen ihr nichts. Forscher gehen davon aus, dass Kondeswasser aus dem Morgentau ausreicht.

Robben Kajaktour und Weiterfahrt nach Tweyelfortein


Die Dühne 7, Zweitgrößte nach Sossusvlei

Swakopmund liegt am Atlantik. Neben Lüderitz war es der zweite deutsche Hafen an der Küste der Kolonie. der größte Hafen , WalfishBay war in der Hand der Engländer und kam erst spät, nach dem 1. Weltkrieg in die Hand der Südafrikaner, die ja bekanntlich die ehemalige deutsche Kolonie in ihre Verwaltung nahmen. 

 

Die Stadt sei angeblich die deutscheste aller Städte in Afrika. viele Bauwerke sin dschön erhalen und wenn kein Coron, dann ist die Stadt voller Touristen und Rentnern aus nambia wweil das klima angenehm kühl ist. Der Benguelastrom aus der Antarktis kühl das Wasser stark ab. Zum Baden für mich zu kalt. Selbst Anne, die gerne in kühle Wasser geht, hat sich nicht überwinden können.   

 

Der Benguelastrom sei wohl auch mit verantwortlich, dass sich hier diese erste und älteste Wüste, die Namib erschaffen hat. Sehr starke Unwetter und Winde in der Urzeit haben diese gigantischen Dünen erschaffen die später noch zu sehn sind. 

 

Swakopmund

Gigantische Termitenhügel rechts und links der Strasse.

Wir verbinden die Fahrzeuge mit Mobilfunk. Es geht nach Swakopmund, was eigentlich übersetzt aus dem Herero heisst, flotter Otto.

Daher gibt es hier das Sprichwort: entweder man hat Einen oder ist selbst ein Schwakopmunder!!

 

Die Stadt ist so deutsch, dass beim Becker die Verkäuferin akzentfrei mir eine Breze verkauft.

 

Auf dem Tiger Reef Camp sortieren wir uns erstmal, dann planen wir eine Robbentour mit Kajak. auf gehts,ab jetzt haben wir 18 Tage Zeit. Viel zu wenig!.

 

 

Wir verabschieden uns von Guido und seiner Familie und holen in          Windhoek den Mietcamper für Felix und Luisa - es geht weiter nach      Swakopmund

Urlaub auf Lamseb Farm und Lodge beii Guido, Aileen und den Kindern

Die Farm von Guido ist 12.000 ha gross. eientlich eine Jagdfarm, aber der Wildtierbestand ist durch die Dürre dezimiert. Die meisten Wildtiere verhungerten, denn wo kein Wasser, da auch kein Gras.

Es wird sehr lange dauern bis der Bestand wieder zugenommen hat. Die Farm hat eine eigenen Lodgebereich. Die Lamseb Lodge. Auch diese steht seit einem Jahr wegen Corona leer. Die Schäden durch die fehlende Bewirtschaftung sind enorm. Felix hat ein Video gemacht, seht selbst. 

Zu Besuch bei Guido, Aileen und den Kindern auf der Farm

Die nächsten Bilder zeigen die Sanierung einer Bestandspumpe. Bislang war dort eine alte Dieselpumpe im Einsatz. Bereits seit Jahrzehnten. die Pumpe war kaum mehr in der Lage, so denn jemand Treibstoff kaufen konnte, den Bedarf zu fördern. Eine neue Tiefbrunnenpumpe von Grundfoss Deutschland mit Solarenergie löst das Problem. Alle kostenlose Helfer, waren von den umliegenden Nama-Settlementfarmén. Sie sind glücklich und arbeiten mit, denn zukünftig müssen sie nicht stundenlang Wasser holen. 

Der kleine See in der nächsten Aufnahme ist ein Regenauffangreservoire. Je tiefer desto voller und desto länger können die Tiere daran trinken. Der bestehende See wird in sechs Wochen versickert sein. Dadurch dass der See versandet ist, wurde er immer flacher und größer. Die Fläche der Verdunstung nimmt damit erheblich zu. Veersickert bzw. vrdunstet das Wasser, dann müssen die Tier vom Brunnen aus getränkt werden. Das Problem: Der Brunnen versorgt zusammen 12 Haushalte mit insgesamt mehr als 100 Menschen. Das Video zeigt wieviele Häsuer per tube am Brunnen hängen. Der Wasserdruck ist minimal. Wenn dann noch die Tiere daraus versorgt werden müssen ist der Brunnen zu schwach. Wir überlegen, die Pumpe herauszuziehen und gegen eine wesentlich stärker zu ersetzen. In einem zweiten Schritt müsste das Regenauffangbecken ausgegraben und vertieft werden. Dazu braucht man einen teuren Radlader, der Schlick und Sumpf herausschiebt und das Reservoire deutlich vertieft für die nächste Regenperiode. Die Regierung wird diese teure Investition eher nicht machen.

 

Ein Blick ins Namalandreservat, kaum ein Baum, eigentlich Steinwüste

Vorab etwas Geschichte: Das Volk der Nama, wie auch andere Volksgruppen, kommen im 18. Jahrhundert aus der Capregion in Südafrika. Grund war der Druck der weißen Farmer nach mehr Land. So verschoben sich die Siedlungsgebiete der ursprünglichen Volksgruppen, dazu zählen auch die Hereros, die Himbas, die Damaren, die Ovambos, und andere. Ursprünglichst stammen die Nama von den San, den Buschleuten. Sie sind eine Untergruppe der Khoekhoe, Ihre Sprache ist die der Klicklaute, die für uns Europäer kaum noder nicht zu sprechen ist. Im 18. Jahrhundert sprach man nicht von Nama sondern von den Hottentotten. Der Begriff ist aber in unserem Sprachgebrauch negativ besetzt. Die Nama sind auch nicht ganz freiwillig hier geblieben. Die Apartheit der Südafrikanischen Regierung vom ersten Weltkrieg an bis 1990 wollte die weißen, die farbigen und schwarzen Volksgruppen voneinander trennen. Daher wurden zum Teil weiße Siedler in Regionen, wie z.B. dem Namaland, gezwungen, Ihr Land zu verkaufen, sodass ein Reservat entstehen konnte. Heute sprechen die Nama selbst nicht von ihrem homeland oder Namaland, sondern von ihrem Reservat. Das Reservat ist kommunales, also staatliches Gebiet. Für die Wasserversorgung ist der Staat zuständig. So ist das Recht. Tatsächlich gibt es zwei verantwortliche sehr freundliche Wassersupplytechniker. Der Möglichkeiten aber sehr begrenzt sind, die notwendige Wasserversorgung in Ordnung zu halten. Nach nun acht Jahren Trockenheit ohne Regen, sind viel Brunnen nur periodisch nutzbar. Sie sind nicht tief genug für das 100 bis 200m tiefe Grundwasser. Oder die alten Dieselpumpen sind zu schwach oder defekt. Windräder sind gute und einfache Möglichkeiten Wasser aus grossen Tiefen zu fördern. Aber  wenn kein oder schwacher Wind dann kein Wasser! Es gibt im Reservat 453 Bohrlöcher zur Wasserförderung. Nur 147 funktionieren tadellos. Alle anderen sind sanierungsbedürftig oder zu schwach ausgelegt. Wir, unser Verein CommonWaters e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht mit Hilfe von großen Förderern und der Bundesregierung und der Entwicklungshilfe, Gelder zu beschaffen, dass Guido eine NGO aufbauen kann und mit den Verantwortlichen und dort lebenden Menschen diese Probleme in jahrelanger Umsetzung, lösen kann. Greentec für Afrika beudet auch, dass modern Solarbetriebene Grundwasserwasserpumpen klimaneutral eingesetzt werden. Wir sind dem Volk der Nama durch unsere historische Verbundenheit und auch durch die Schande des Genozid in der Kolonialzeit um 1904-08 verbunden zu helfen. Wir können das, und wir müssen es nur tun!

Mehr dazu entsteht in einem Internetauftritt von    www.CommonWaters.de in Kürze.

 

 

unser Sozialprojekt mit Guido - Wasser für Nama

Das Wasser-Projekt habe ich eben beschrieben. Was ist nun die Suppenküche? Die Suppenküche ist ein sehr wichtiges Anliegen von Gertrud und  Guido. Mit Spendengeldern werden wöchentlich 80 Kinder der Namagemeinde, die noch nicht zur Schule gehen, mit gesundem Essen versorgt. Das sind ausgewählte Kinder, die ansonsten häufig wenig oder kein Essen hätten. Drei Frauen kochen täglich für die Kinder. Das Essen kostet 200 Euro für diese Kinder pro Woche. Wir haben die Suppenküche besucht und mitgemacht. Schulkinder, falls sie beschult werden, erhalten in der Schule ein Essen, alle anderen Kinder sind auf Spenden angewiesen. Bei den kleinen Kindern kommen die großen Geschwister mit und helfen. Das Namaviertel besteht aus Blechhütten. Viele bemühen sich auf dem kargen Boden einige Kleinigkeiten anzubauen. Selbst Blumen finden sich manchmal vor den Hütten. 

 

03.04. und 08.04. Water for Nama und Suppenküche

Was ist mit "unserem Sozialprojekt" gemeint? Wer es nicht kennt hier eine kurze Zusammenfassung: Mit einer ersten Unterstützung von vermögenden Menschen  haben Guido von Wietersheim und ich beschlossen, für das Volk der Nama eine Verantwortung zu übernehmen. Guido ging mit manchen von ihnen schon in die Farmschule. Ich kenne seit über 40 Jahren Gertrud, die jahrzehnte Sozialarbeit in Namibia gemacht hatte, und uns zusammenbrachte. Die Idee war schnell geboren. Im Namahomeland, wie die Nama selbst sagen, in ihrem RESERVAT, gibt es ein permantens Wasserproblem. Die Wasserversorgung aus zum Teil 100-200m Tiefbrunnen ist mangelhaft, zum Teil nur periodisch bis garnicht möglich. Die Systeme, wie z.B. Dieselpumpen sind alt, nicht mehr reparabel oder niemand hat Geld für den Treibstoff.

So gehen sie mit dem Eselkarren kilometerweit bis zum Trinkwasser und verbringen viel ihrer Lebenszeit mit der Beschaffung von Wasser. Unsere Idee ist es nun, dieses marode System nach und nach zu sanieren. Dabei sollen die alten Dieselpumpen durch moderene Solarpumpen ersetzt werden. Dies wird auch dem Klimaschutz und der "Greentec for Africa Initiative" der Bundesregierung gerecht. In einem zweiten Schritt kann eine kleine Ausbildungswerkstatt für junge Nama entstehen, in der sie lernen diese Pumpen zu setzen, zu warten und zu reparieren. 

"Skill transfer" nennen das die Entwicklungshelfer. Während meines Besuchs haben wir uns im Namaland die Situation persönlich angesehen und mit den Menschen gesprochen. Der erste Brunnen ist inzwischen saniert und so werden wir Anfang Mai den Brunnen einweihen. 

Es wird ein sehr nachhaltiges Projekt. Und ich hoffe, dass die Bundesregierung mit einer Förderung früher oder später mit einsteigt. Das Projekt ist einerseits ein klassische Infrastrukturförderung und zum Anderen ein Entwicklungshilfeansatz zur Ausbildung junger Menschen in der Region des Namalandes.

 

 

Ostersonntag, wir fahren zu Guido und sehen nach unserem Sozialprojekt

03. April .....Wir verlassen Lüderitz. Fahren Richtung Norden nach Maltahöhe. Dort wollen wir Guido, unseren Projektpartner für unser Sozialprojekt: Wasser für Nama treffen.  Der Weg braucht eine Übernachtung! Die Wege sind wieder sehr weit, wir entscheiden uns am Namaland entlang auf einer Gravelroad zu fahren. Die Campsite besteht nur aus zwei Plätzen an einem Felsen. Traumhaft. Sehr sehr gepflegt. 

02. April  Kolmanskop / Kolmannskuppe

LÜDERITZ -- mit dieser ersten ansiedelung des Kaufmanns Lüderitz begann die Kolonialisierung Nambias durch die Deutschen 1855. Zuvor schon war der portugiesische Seefahrer Dietz im 15. Jahrhundert auf seinen Reisen an der Küste Afrikas in Lüderitz an Land gegangen.

 

Die Bilder von der Bootsfahrt erzählen ihre eigene Geschichte. Vorbei an der Haifischinseln, die in der Kolonialkriegen eine sehr unrühmliche Rolle als Massenkonzentrationslager der Nama diente. Sie wurden dort isoliert und starben zu Tausenden an Kälte, Seuchen und Hunger. Ein grausiger Teil des Genozids während des Kolonialkriegs gegen die Hereros und Nama, das heute keiner versteht, waren sie doch besiegt und wehrlose Gefangene.

 

Kolmannskop als Geisterstadt hat eine spannende Geschichte. Mit Beginn der Kolonialisierung 1900 war das Land im Kaiserreich eher unbeliebt. Der geplante Handel blieb aus, die Schutztruppen kosteten ein Vermögen. Der Krieg mit den Volksgruppen 1904-1908 war in der deutschen Heimat beim Kaiser nicht gerne gesehen.  Eine teure Kolonie. Eigentlich wollte der Kaiser nichts mehr finanzieren. Das änderte sich auf einen Schlag, als ein Schienengeher, der täglich die Bahnstrekce auf Schäden prüfte, einen ungewöhnlichen Stein fand. Sein Vorgesetzter erkannte sogleich, dass es ein Diamant war.  Diese lagen wie Kieselsteine einfach am Boden herum. Man musste sie nur aufheben. Der Grenzfluss hatte die kostbaren Diamanten einst aus dem Inland mitgebracht und in's Meer gespült. Von dort wurden sie bei heftigen Seegang zurück auf die Dünen gespült. Heute noch besitzt Namibia das größen Diamentenvorkommen der Welt. Die Lupenreinsten zudem. Große Sandfelder sind heute noch gesperrt - als Sperrgebiet für niemandem zugänglich, weil immer noch zu viele dieser Kostbarkeiten herumliegen. Jeder Stein gehört dem Staat. Und so war einst der Kaiser sehr zufrieden, dass dieses Vemögen nun endlich mehr als die Kosten der Kolonie deckte. Im Hafen steckt heute noch ein voll funktionsfähiges Schürfschiff, mit dem der Meeresgrund ausgebaggert und nach Diamanten durchsucht wird. 

Kolmannskop wurde als Stadt nach 1908 mit einer kompletten Infrastruktur mitten in die Wüste gebaut. Mit einem der modernsten Krankenhäuser und Röntgengeräte. Natürlich um zu prüfen ob die Arbeiter nicht doch vielleicht im Magen die kostenbaren Steine aus dem Gebiet schmuggeln wollten. 

Die verfallenen Häuser, die langsam von der Natur und dem Sand überlagert werden, erzählen diese hundert Jahre alte Geschichte. 

 

 

 

 

 

Auf dieser Campsite lernen wir die Doris und Ion aus Lüderitz kennen. 

Wir werden nach Lüderitz eingeladen und können in ihrem Hof stehen.

Drei schöne Tage waren schnell vorbei. Voll mit Erzählungen und Besichtigungen der Geisterstadt Kolmannskop und die Fahrt mit einem Katamaran zu den vorgelagerten Inseln mit Pinguinen.

Lüderitz


Die ersten Tag bis zur namibischen Grenze und weiter nach Karasberg war reine Fahrzeit. eigentlich wollten wir weiter nach Ai-Ais , einem Schwefelbad am fishriver. Als wir dort waren, sahen wir aber nur Chaos. Im januar hatte eine flugwelle ein wunderschones Areal komplett zerstört. die einheimischen rzählten uns, dass drei Stauseen, eienr davon ganz neu, die Regenfluten auffangen sollten. Aber gerade der neu Staudamm, von dem man annahm, dass er Jahre bis zum Füllen brauchen würde, war innerhalb weniger Wochen zum Überlaufen voll. und so mussen die Abflüsse geöffnet werden und eine Unmasse überschwemmte Ai-Ais und zerstörte die Ferienanlage komplett. wir mussten wieter nach fish river canyon auf ein campsite der NWR, das Namibian Wilderness Resort, welches in ganz Namibia staatliche Campingplätze und Nationalparks verwaltet.  Zu meiner Enttäuschung gelten dort überall Drohnenverbote. Leider musst eich auf diese schönen Aufnahmen aus der Luft verzichten.

 

31.März

Wir sind die einzigen Besucher am fish river canyon, dem zweitgrößen Canyon der Welt nach dem Grand Canyon in Amerika,  größtes Tal in Afrika. Die Schlucht entstand durch die Verschiebung der Kongo- und der Kalahari Platte. Vertieft hatte sich die Schlucht zusätzlich durch das Abschmelzen der Gletscher von Jahrmillionen. die Wassermassen hatten die Schlucht noch weiter ausgegraben.

 

01.April. 

Köcherbaumwald - der Name des Baumes kommt von  seinem Nutzen durch die ursprüngliche Bevölkerung, den San. Sie hatten die Äste ausgehöhlt und Köcher für die Pfeile daraus gemacht. Bei Übernachten auf der Campsite, waren wir vom Besitzer eingeladen, bei der Fütterung seiner Cheetahs, seiner Geparden zuzusehen. Gepraden seien die einzigen Wildkatzen, die sich wie Haustiere aufziehen und in die Familie integrieren lassen. Eine sehr eindrucksvolle Erfahrung diesen wunderschönen Tier nahe zu kommen und sogar streichen zu dürfen.

das auf den nächsen Bildern.

 

 

 

01.April. 

Köcherbaumwald - der Name des Baumes kommt von  seinem Nutzen durch die ursprüngliche Bevölkerung, den San. Sie hatten die Äste ausgehöhlt und Köcher für die Pfeile daraus gemacht. Bei Übernachten auf der Campsite, waren wir vom Besitzer eingeladen, bei der Fütterung seiner Cheetahs, seiner Geparden zuzusehen. Gepraden seien die einzigen Wildkatzen, die sich wie Haustiere aufziehen und in die Familie integrieren lassen. Eine sehr eindrucksvolle Erfahrung diesen wunderschönen Tier nahe zu kommen und sogar streichen zu dürfen.

 

das auf den nächsten Bildern.

28.März

 

130 km sind für uns schon nach den ersten Tagen keine Entfernung mehr. Wir werden uns daran gewöhnen, dass ein "Katzensprung" auf der Karte eine stundenlange Fahrt bedeutet. Die Strecken sind immer sehr weit. Auch wenn manchmal der Eindruck entsteht, jetzt fahren wir mal kurz noch ein Stück. Wird gleich daraus eine oder zwei Stunden. 

28. März ---Unsere Reise beginnt

 

Anne hat sich schneller mit dem kleinen Camper angefreundet als ich dachte. 

Im Vergleich zu unserem Manni, ist der  ja wirklich weniger als  1/3.

Aber er lässt sich gemütlich fahren und auch lange Strecken lassen sich gut durchhalten. Die Sitze sind bequem und er läuft ruhig und kräftig. 

Schön zu fahren! Nachts reicht das Bett quer über die Fahrzeugbreite und ergibt damit eine Liegebreite von 1,78m. 

Passt! Fast wie zuhause.