Moskau

Der Kreml
Der Kreml

Einladung zu einer der schönen, Jugenstilbahnhöfe der Moskauer Metro

Im Hausmuseum Maksim Gorki

Zu Besuch im Hausmuseum, der Jugenstilvilla von Maksim Gorki. Die Villa wurde 1920 erbaut und Gorki lebte dort 5 Jahre bis zu seinem Tod. Die Villa stellt in ihrer Architektur für die Hochblüte der Jugenstilzeit.

 

Und noch ein Jugendstil - Kaufhaus der Feinkost

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Kathedrale von Susdal "Geburt der Gottesmutter"

Stell- und Übernachtungsplatz in Susdal mit Blick auf die Kathedrale "Geburt der Gottesmutter"
Stell- und Übernachtungsplatz in Susdal mit Blick auf die Kathedrale "Geburt der Gottesmutter"

Wir sind etwa 300 km im Osten vor Moskau. Diese Umgebung hat den Namen DER GOLDENE RING.

Klöster und Orte, welche geschichtlich vor allem an die Zarenzeit erinnern. Wir haben eine Museumskirche exemplarisch für viele der Kirchen hier aufgenommen.

In den Kirchen der Klöster, in den noch Mönche und Ordensschwestern beten, ist filmen und fotografieren streng verboten. Wir waren am Vortag, am Abend, in einer der großen Wallfahrtskirchen. Zunächsten wollten die Schwesten uns nicht durch die Kirchenpforte lassen. Erst unser Protest, dass die Kirche dem lieben Gott gehöre und der garnicht erfreut ist wenn man uns hier ausschließt (ein junger Mann hat uns freundlichst übersetzt), haben die Schwestern bewogen uns hereinzulassen. Wir kamen zu einem Wortgottesdienst in einer nur mäßig beleuchteten riesigen Kathedrale. Mit viel Prunkt und Gold bei Kerzenlicht saßen wir abseits der Ordensschwestern und beobachteten das nächtliche, fast gespenstische Geschehen. Beeindruckt, durch dieses Mystische im  Beten der schwarz gekleideten Ordensfrauen und deren Stimmen, und die der Vorbeterin wirkte der Gottesdienst wie eine geheime Messe auf uns. Der Leiergesang der Verse, monoton und hypnotisierend, versetzte uns in eine faszinierte Stimmung.

Wir verweilten gut eine Stunde, dann wollte zunächst Rüger gehen. Der durfte aber alleine das Kloster nicht verlassen. Nur zu zweit ließ man uns wieder in die "Freiheit" passieren.

 

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Standort am Wahlabend - Ufa in Europa, an der Westseite des Ural

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Der Morgen weckt uns mit wunderschönen Rauhreifmotiven und -4 Grad

Der Morgen weckt uns, nach kristallklarer Nacht  mit vereister Natur
Der Morgen weckt uns, nach kristallklarer Nacht mit vereister Natur
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Seit Tagen die erste Nacht mit wolkenlosem Himmel - die Luft so klar und rein, dass wir den Mond mit meiner aufgelegten Kamera so scharf fotografieren können

Mond über Sibirien, Mondaufgang um 21:30 Uhr - die Tage werden kürzer.
Mond über Sibirien, Mondaufgang um 21:30 Uhr - die Tage werden kürzer.
Es wird Nacht über der Taiga
Es wird Nacht über der Taiga
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Noch 2500 km bis Moskau

Die Strassen durch Sibirien sind mit die Besten auf der gesamten Reise. Mit Ausnahme von denen in Österreich und Ungarn. Zwischendrin ist die Strecken autobahnähnlich. 

Riesige Strassenbauprojekte durchschneiden die Taiga. Gelegentlich muss man an Baustellen auf alte Pisten ausweichen. Nur selten ist die Strasse in einem sehr schlechten Zustand. Für den Schwerlastverkehr ist diese Entwicklungen eine Erlösung. Reisebegegnungen haben uns berichtet, dass noch im Frühjahr auf dieser Strecke viele Kilometer Baustelle waren. Wir fahren zum Teil schon auf nagelneuem Asphalt.  In wenigen Jahren wird die gesamte Strecke bis Vladiwostok in den Osten und bis nach China über die Mongolei komplett asphaltiert sein. Heute schon kann man sich kaum mehr vorstellen, dass die ersten Wohnmobilfahrer, auf ihrer Reise nach Sibirien, noch von tagelangen Matsch und Offroadfahrten berichtet haben. Wir schaffen im Durchschnitt gemütlich 400 bis 500 km am Tag.

Überbleibsel einer kommunistischen Idee

Verlassene Kolchose- es gibt viele davon! Ende einer Idee der kommunistischen Planwirtschaft.

War Gorbatschow noch der überzeugte sanfter Reformer nach den Ideen Lenins, so brach Boris Jelzin mit der sozialistisch-kommunitischen Ideologie und wollte eine radikale Hinwendung zu demokratisch - marktwirtschaftlichen Entwicklungen. Die Teilprivatisierung war das schnelle Ende der Kolchosen. Heute liegt das Agrarland zum Teil völlig brach. Viehwirtschaft ist kaum zu sehen. 

 

 

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Aktueller Standort, heute 18:00 Uhr Novosibirsk +5 Stunden

MANni muss nochmals auf die Hebebühne, in der letzten KAMAZ Werkstatt wurde ein Luftschlauch nicht dicht angeschlossen. Diesmal sind wir bei MAN. Ich hoffe das war's jetzt mit den Werkstätten.

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Sibirien und die Taiga

Als Sibirien bezeichnet man im weitesten Sinne den ganzen nordasiatischen Teil der Russischen Förderation. Es wird im Westen begrenzt vom Ural, im Norden vom Arktischen Ozean im Osten vom Pazifik und im Süden von China, der Mongolei und Kasachstan. Es umfasst rund drei Viertel des russischen Territoriums und misst 13,1 Millionen Quadratkilometer.

Im engeren Sinn versteht man unter Sibirien fünf der acht russischen Großlandschaften: das große westsibirsche Tiefland, das nordsibirsche Tiefland, die Mitteljakuktische Niederung, das mittelsibirsche Bergland und das südsibirische Gebirge.

Ostsibirien (zwei weitere Großlandschaften östlich der Lena) und die südöstlichsten Gebiete Russlands zwischen Amur und Pazifikküste werden hingegen auch als russischer Fernost (Föderationskreis Ferner Osten) bezeichnet.

 

Die Taiga - russisch wörtlich der Wald - ist die Vegetation des borealen Nadelwalds, einem Nadelwaldgürtel der von Russland bis Nordamerika reicht. Die russische Teil davon, die Taiga, reicht vom Sibirischen Altai, der Grenze zur Mongolei, Kasachstan und im Osten Chinas,  bis hin zum nördlichen Polarkreis. Sie ist einer der wenigen geschlossenen Waldgebiete über Millionen von qkm und besteht aus Morast, Sümpfen und Wald, wobei der Nadelwald überwiegt und von Birkenwäldern durchmischt ist. Die nördliche Taiga ist im Grunde von Menschen undurchdringbar. Im südlichen Bereich haben die Menschen den Wald in Randgebieten teilweise mit Strassen und Wegen erschlossen und den Wald für ihren Ackerbau gerodet.  Aus dem nährstoffreichen Boden haben sie gigantische große Getreidefelder angelegt. Die kurze Vegetationsperiode von Juni bis September ermöglicht diesen Ackerbau nur durch die hohen Sommertemperaturen von über 40 Grad. Wir haben Mitte September noch Felder voller stehendem reifen Getreide gesehen. 

 

 

 Rüdiger und ich fahren in ein Dorf zum Wassertanken, umgeben von den riesigen Waldflächen der Taiga - eine Impression - !

Wir fahren ab von der Hauptstrasse, zu einem kleinen Dorf am Rand der unendlichen Taiga.

Wir wollen Wasser tanken für unser Reisemobil. In den Dörfern gibt es Brunnen genannt "Kalonkas", und in der Regel ist das Wasser auch aus großen Tiefen als Trinkwasser geeignet. Wir brauchen vor allem klares Wasser. Unsere Entkeimungsanlage im Fahrzeug filtert dann nochmals auf Trinkqualität.  

Ein Mann kommt beim Wasserzapfen hinzu und hilft.Vom Vodka heiter und kontaktfreudig gestimmt. Wir haben die Tage erfahren, dass sehr viele Menschen in den Dörfern alkoholkrank sind.  Das Leben hier ist zu hart und zu karg und so bleibt vielen nur, ihre Sehnsucht nach etwas Wohlstand, zu ertränken. Vodkaverkäufer streifen hier durchs Land und verkaufen billigsten Fusel. So ein Internetbericht über Sibirien. Wer einen Job hat zieht weg vom Land in die Stadt in einen der Plattenbauten. Hier gleicht sich die Entwicklung mit der der Mongolei.

Es gibt noch Kinder im Dorf, eine Schule, ein Rathaus, ein überregionales Verwaltungsgebäude wie es scheint. Die einzige Fabrik die wir sehen ist verfallen. Viele Häuser sind leer und der Garten verwildert, denn die Natur holt sich schnell zurück was man ihr einst genommen hat

Entlang der Baikal M53 – so heißt die Straße auf der wir nach Novosibirsk fahren, reihen sich seitwärts viele einfache Holzhäuser mit Holzofenfeuerung. Abend sieht man wie aus den Kaminen, häufig nur ein Metallrohr, meterhohe Rauchsäulen aufsteigen und als Smogwolke über dem Ort stehen bleiben. Weiss wie Nebel – Smog aber – tödlich krankmachend! Wer hier wegkommt, kommt garantiert nicht wieder freiwillig zurück, die Orte verfallen rasch.

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Der Baikal und Irkutsk

              Der Baikal, sollte man meinen, müsse den Menschen durch seine Majestät

und seine Größe erdrücken,denn er ist ungebärdig und rätselhaft.

Doch er läßt den Menschen über sich selbst hinauswachsen (….)

 als habe man das Siegel der Ewigkeit und der Vollendung berührt. 

Valentin Rasputin

Der Baikalsee ist umgeben von schneebedeckten, über 3000m hohen Bergen. Die gesamte Region BAIKAL ist das Herzstück Sibiriens und mit Irkutsk schon seit dem 19.Jahrhundert touristisch erschlossen. Der See mit einer Tiefe bis zu 1648m, einer Länge von 630 km ist bis zu 60 km breit. Seine gigantischen Ausmaße kann man sich so vorstellen, wie wenn man von München nach Berlin immer an einem See entlang fahren würde. 

 

Irkutsk –heute leben hier etwa 594.000 Menschen. Eine schöne Stadt, hergeputzt, altes und modernes zusammen. Erstmals 1652  als Winterlager am Angagaufer, dem Abfluss des Baikalsees, erwähnt.

1661 Errichtung einer Festung gegen die vorrückenden Burjaten.  So richtig bekannt wurde die Stadt erst durch die Verbannung der Dekabristken. - Aufständischer gegen den Zaren Nikolaj 1825.

Die Verbannten durften auch nach Verbüssung ihrer Zeit nicht ins europäische Russland zurück.

Als Elite aus Kaufleuten, Architekten und anderen gebildeten Berufsgruppen, gründeten sie in Irkutsk gesellschaftliche Strukturen mit hohem Niveau und nahmen Einfluss auf die Entwicklung und Gestaltung der Stadt.

Irkutsk ist heute eine Stadt mir Flair und sehr freundlichen und vielen jungen Menschen. Modisch und zeitgenössisch. Überhaupt ist die gesamte Region Irkutsk hervorragend erschlossen und wirkt, im Gegensatz  zu anderen russischen Städten, nicht ärmlich und verbraucht. Nicht zu Unrecht hat die Stadt den Beinamen: „Paris Sibiriens“

 

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Für die modebewussten Damen - was trägt russiche Frau aktuell am Fuß? ohne high heels geht garnichts!!

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Freilichtmuseum Talcy am Baikalsee

Wir besuchen das Freilichtmuseum Talcy, nachdem wir die letzten beiden Tag sehr schlechtes, verregnetes Wetter hatten und die Tage in der Wartungshalle der LKW Firma KAMAZ verbrachten. Wir nutzten die Zeit, die in der Mongolei zum Teil einfach montierten Federn wieder zu einem Federblock zusammen zu stellen, welcher der Gewichtverteilung des Fahrzeugs entspricht. Denn die gebrauchten Federn aus den Bazaren haben unterschiedliche Stärken, und die müssten nun so zusammengestellt werden, dass jeder Federblock die gleiche Kraft, an der richtigen Achse, hat. Alle Federn wieder raus und umgebaut. MANni steht jetzt wieder gerade und hat keine Schlagseite mehr. Gleichzeitig haben wir einen defektes Federauge ersetzt. 

 

Die Werkstatt zeigte ein desolates Bild. Eben etwas russisch  inmprovisiert und verlommelt.

Ihr könnte einige in der Bildergalerie im Anhang sehen. 

 

 

Unsere erste und vielleicht einzige Erfahrung mit einer russischen KAMAZ Werkstatt war wirklich ein Erlebnis.

Erstmal hat uns keiner verstanden. Mit google Übersetzung haben wir unser Anliegen klar gemacht. Dann haben wir lernen müssen, dass die Arbeitsmoral der Mechaniker etwas ruduziert ist. Erstmal wird viel, sehr viel, geredet und debattiert wird, dann fangen sie ganz gemütlich an, suchen ewig nach Werkzeug um dann wieder spurlos zu verschwinden, weil schon wieder Pause ist. Dann kommen sie mit einem Gabelstabler um MANni vorne anzuheben. Denn sie haben keinen richtigen Wagenheber um 4 Tonnen in die Höhe zu bewegen. Der Stabler schafft das Gewischt von MANni nicht. Sie bekommen meinen Wagenheber - nun gehts. Die Federblöcke sind endlich raus und nun muss ein defektes Federauge aus Gummi aus- und ein neues eingepresst werden. Auspressen klappt, einpressen fehlt das passende Werkzeug. Ein genau passendes Federauge auch. Sie versuchen es mit einem Ersatzteil von KAMAZ. Nach zwei Versuchen und zwei zerstörten Gummi's - die wir später aber zahlen müssen - finden sie ein Ersatzteil, das aber erst am nächsten Tag lieferbar ist. Oh nein - ich mache ihnen mit Händen und Füssen klar, dass wir weiter wollen. Wir geben Anweisung wie in einem dritten Versuch und einem neuen Federauge von KAMAZ dieses so präparieren wird, dass es rein geht. Es gelang - aber der Arbeitstag iwar damit vorbei und so mussten wir am nächsten Tag wieder antanzen. Wir sind pünktlich um 8:00 Uhr da und haben vor dem Hallentor übernachtet. Wieder diskutieren alle Mechaniker eine Stunde. Dann stellen wir fest, dass die "Unseren" heute noch garnicht da waren und zwei hilflose Lehrlinge oder Helfer die hintern Federn ausbauen sollten. Zudem hatten beide kein geeignetes Wekzeug. Ich beschloss, dass wir nun "deutsche Zeiten" in dieser Werkstatt einführen. Der erste Mechanikerlehrling verschwand spurlos, nachdem ich ihm gesagt hatte, dass jetzt zack zack garbeitet wird. Der zweite, der arme Kerl, bekommt von mir jeden Schritt vorgegeben und muss arbeiten und kommt auch nicht aus. Erst die Beschwerde beim Chef, dass ich den zweiten Mechaniker zurück haben wollte, stöbert diesen wieder auf. So kommen wir in zwei Stunden voran, die meiste Arbeit mache ich selbst, was sich später in der Rechnung entgegenrechne und den Preis erfolgreich kürze.

Irgendwann kommt unser "gestriger" Mechaniker wieder und es läuft zügig ab. Rüdiger sagte: "eine solche Werkstatt bekommt in Deutschland keine Markenzertifizierung" - aber wir sind ja auch in Russland - noch dazu in Sibirien.

Dem "armen Kerl", der zack zack mit mir arbeiten musste, habe ich am Schluss eine Taschenlampe geschenkt. Er tat mir irgenwie leid.

Hier noch Fotos vom Freilichtmuseum - war ein wunderschönber sonniger Tag, wenig Leute - denn die Saison ist vorrüber

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Die Schwalben sammeln sich zum Flug in wärmere Gegenden, die Pferde scharen sich um unseren Stellplatz

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Wir erreichen am Abend den Baikalsee

Auf relativ guten Asphaltstrassen erreichen wir am 05.09. abends den Baikalsee. Das Wetter derzeit in der Sonnen angenehm warm. Der Wind dagegen schon deutlich kühl. Insgesamt  sagt der Reiseführer, dass am Baikalsee das Wetter milder ist als im sonstigen Sibirien. Zumindest bis zur Frostperiode. Dann friert der ganze See meterdick zu. Solange wollen wir nicht hier warten. Erstmal bleiben wir zwei Tag am Ostufer. Der See hat eine Gesamtfläche so groß wie Belgien und ist 636 km lang und bis zu 60 km breit. Er ist das größte Trinkwasserreservoir der Welt. 

 

Spät auf die Nacht treffen wir noch zwei junge Russen die zum Fischen gehen - wir bitten um zwei 

Omule - lachsartige Fische die auch zur Kaviarproduktion genutzt werden. Sie versprechen uns welche mitzubringen. Morgens um 3:00 Uhr klopft es heftig am Wohnmobil. Eigentlich hatten wir die jungen Fischer zum Morgengrauen zurück erwartet. Aber zwei gefüllte Säcke mit Fischen zeigen einen erfolgreichen Fang und so schenken sie uns 7 prächtige Omule. Rüdiger und ich wollten eigentlich nur zwei. Denn die Fische sind ausreichend groß um von je einem satt zu werden. Aber die Jungs liesen es sich nicht nehmen uns reichlich zu beschenken. So muss Rüdiger als alter Fischereiexperte den Fang aufbereiten. Wir bereiten vier der Fische für die Gefrierbox zu - fertig gewürzt in Alufolie, sodass wir sie später nur in unseren Backofen legen müssen. Die restlichen Drei werden heute noch genüsslich auf dem Grill gebraten.

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Auf dem Weg zum Baikalsee

Eine Übernachtungsplatz in der Einsamkeit der sibirischen Wälder. Dort herrscht völlige Stille. Kein Tierlaut  - nichts! nachts geheimnissvoll und zur Zeit ohne Mond - völlig dunkel.

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Der vierte Reiseabschnitt beginnt - Russland - vom Baikalsee bis Moskau

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Wir haben die Russische Grenze überschritten und werden mit vielen Bäumen und einer ganz anderen Landschaft in Sibirien empfangen

Sibirien beginnt mit Wäldern und Jurten sieht man überhaupt keine mehr. Überall feste Häuser aus Holz und Stein. Schon in der Mongolei hat sich das Bild der Jurten langsam am Wegesrand zu gunsten fester Häuser verändert. Nun sind sie ganz verschwunden. Schade - ich mochte diese Urform des Wohnens, der Kreis und die Kuppel - die Höhle, von der man sagt, dass 7 cm Filz eine Ziegelmauer ersetzen.  Ich möchte eines Tages zurückkommen in dieses wunderbare Land, im Winter, und über die Seen nach Norden zu den Rentier-Mongolen fahren. Zumindest wünsche ich mir das - vielleicht wird es nochmals ein Reiseziel. 

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Langsam rückte die russische Grenze näher. Vorher aber besuchen wir den bekanntesten Bogenmacher der Mongolei - Herrn Boldbaatar

Boldbaatar zählt zu den besten Bogenmachern in der Mongolei. Seine Bögen sind nicht aus Holz sondern aus Horn gebaut. Mit der Faser der Achillessehne eines Pferdes verbindet er die Hornstreifen, dass der Bogen am Griff nicht brechen kann. Die Spannkraft des Bogens ist so groß, dass zwei kräftige Mann ihn einspannen müssen. Der Griff wird mit Schlagenhaut verkleidet, der restliche Bogen mit Birkenrinde  gestaltet. Abschließend wird der Bogen komplett mit Nylonfaden umwickelt. Leider, das macht ihn wohl sehr widerstandsfähig gegen Abnutzung, nimmt ihm aber seinen traditionelles Aussehen.  

Ich habe versucht den Bogen zu spannen. Ich konnte die volle maximale Ausdehnung nicht ausziehen. Der Bogen war stärker als ich. Für 450 Dollar hätte ich diese Prachtstück erwerben können. Aber was mache ich mit einem Turnierbogen als Dekostück an der Wand? Es war interessant den Bogenmacher kennen zu lernen. Einen Menschen dessen Werktstatt sogar in den Know How Karten vermerkt ist und im lonely planet ein Besuch empfohlen wird. Wir fanden eine aller einfachste Werkstatt mit drei Helfern. Erwartet hatten wir eine Bogenfabrik. Nein - in der Mongolei ist alles noch sehr einfach und anfänglich. Gott sei Dank!

Letzte Impressionen aus der Mongolei

Mongolische Stiefel haben weder einen rechten noch einen linken Schuh. Sie werden sowohl links als auch rechts getragen. Je nach Abnutzung durch das Reiten. 

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Transibirische Eisenbahn: 2500 km bis Peking

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Auf dem Weg zum Norden, zur Grenze nach Russland Sibirien über Kloster Amarbayasgalant

Es sei das schönste und bestens erhaltene Kloster der Mongolei – Amarbayasgalant. Weit in der Hügellandlandschaft – Sandpisten und Matschstrecken führen zum Kloster. Manchmal ist es uns etwas mulmig – in Anbetracht der Erfahrungen der letzten Touren – keine Lust mehr auf Federbruch und steckenbleiben. MANni gibt sich gelassen und meistert die Route problemlos – das gleich vorweg. Diesmal keine Horrorberichte!

 

Das Kloster zeigt sich im strahlenden Sonnenlicht - bestes Wetter und keine Mücken.

Wir wandern hinauf zum goldenen Buddha, zum Vodoo auf der Suche nach den schönsten Fotomotiven. Es ist traumhaft schön hier – wir sind wie aufgeladen von dieser durchdringenden Natur und absoluten Ruhe. Im Kloster finden wir Kinder-Novizen bei ihren Gebetsübungen. Eine, uns durch die Reise vertraute und doch fremde Welt.

Das Kloster wurde mit Förderung der UNESCO wieder aufgebaut, nachdem es während der Kulturrevolution 1936/37 zerstört und die Mönche getötet oder vertrieben wurden. Leider,so stellen wir fest, wird das neu Errichtete nicht gepflegt und erhalten. Es droht ihm schon wieder der Verfall. Die Mönche haben weder die finanziellen noch die persönlichen Ressourcen die Baumasse zu erhalten. Das Holz verwittert, die Farbe veblasst. Einige Ger-Camps sind für die Touristen in den Monaten Mai bis August hergerichtet. Bei unserem Besuch zeigt sich die Saison schon vorüber. Wir sind die letzten Touristen. Die Camps geschlossen!

Es wird kühler. Trotz Tagestemperaturen um die 22 Grad kühlt es nachts auf die 4-7 Grad ab.

Auch die Viehzüchter bereiten sich auf den Winter vor. Dann wird es hier minus 25 bis 40 Grad kalt. Einige bauen ihre Jurten ab und ziehen in ein stabileres und geschützteres Winterquartier. Noch aber sind sie mit ihren Tieren unterwegs. Freuen sich über jede Abwechslung – z.B. Schnupftabak schnupffen, mit Tabak aus Bayern und einem echten Bayuvaren namens Horst. Ich habe immer Schnupftabak in der Tasche. In der Mongolei wird überall "geschnupft". Ich beobachte die Hirten beim Reiten. Es ist interessant. Der Sattel ist bei den Mongolen dem Pferd mehr auf den Rist gebunden und die Reithaltung im Galopp ist stehend. Das Pferd trägt also die Last mehr auf den Vorderbeinen.

Trotzdem wirkt der Lauf leichtfüßig und der Galopp gelassen. Ein bild das ich häufig sehe: Über weite Strecken  treibt ein Reiter sein Pferd voran. Vor sich eine Herde mit Pferden,  das Bild wirkt wie eine Welle mit kraftvollen Tierleiber, die kaum mehr aufzuhalten sind. Ein traumhaftes Bild. Ich werde nicht satt das zu sehen. Immer und immer wieder stehe ich mit meiner Kamera da die Bilder zu erfassen. Es gelingt mir nicht. Nur mein inneres Bild bleibt. Und ich sehe sie immer wieder – die Reiter, die Pferde, die Schafherden, das Grasland, mit seiner nicht erfassbaren Weite.

Zu Rüdiger sage ich: wie können wir das aufnehmen? Wie gelingt es die Bilder festzuhalten? Wie schön ist das, was wir da erleben?  NEIN – es gibt kein Festhalten. Diese Bilder sind nur für den Augenblick. 

 

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Rüdiger wird als Staatsbesuch militärisch in der Mongolei empfangen

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